Überprüfung der Eignung von Fahrprüfern

In Deutschland gibt es keine Richtlinien

Bremerhaven, 25. Juni 2020. In den Medien wird oft berichtet über Unfälle, an denen Fahranfängerinnen und Fahranfänger beteiligt sind. Zu schnelles Fahren ist oft der Grund für schwere Verkehrsunfälle. Am zu schnellem Fahren können auch die Fahrprüfer eine Mitschuld haben.

Die Menschen haben unterschiedliche Charaktere. So auch die Fahrprüfer. Die Bedächtigen und die Forschen. Die Gefahr für den Straßenverkehr geht von den forschen Fahrprüfern aus. Ein forscher Fahrprüfer verhält sich auch im Straßenverkehr forsch und ärgert sich über die Verkehrsteilnehmer, die bedächtig und defensiv unterwegs sind.

Defensives Fahren ist das Gebot der Stunde. Auf so manchem Grabstein müsste stehen “Ich hatte Vorfahrt”.

Eine Fahrschülerin aus Bremerhaven ist an einen forschen Fahrprüfer des TÜV Nord geraten. Sie ist durchgefallen, weil sie zu defensiv unterwegs war. Vermutlich wird die Fahrschülerin bei der Wiederholung der Prüfung forscher unterwegs sein und so zur Unsicherheit im Straßenverkehr beitragen.

Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau ist im Land Bremen für die Sicherheit im Straßenverkehr in Bremen und Bremerhaven verantwortlich. Sie ist auch dafür verantwortlich, dass im Land Bremen nur solche Fahrprüfer tätig sind, die zur Sicherheit im Straßenverkehr beitragen.

In Deutschland gibt es keine Richtlinien zur Überprüfung der Eignung von Fahrprüfern. Die Fahrprüfer sind beim TÜV e.V. oder bei DEKRA e.V. angestellt. Beide sind gemeinnützige Vereine. Die Sicherheit im Straßenverkehr ist eine staatliche Aufgabe. TÜV und DEKRA nehmen diese staatliche Aufgabe als beliehene Unternehmen wahr. Die Überwachung der ordnungsgemäßen Durchführung der staatlichen Aufgaben obliegt nicht den Vereinsvorständen, sondern dem Staat.

Autor: Wilhelm Klumbies, D-41812 Holzweiler (Erkelenz)