Lokführer werden überflüssig sein
Autonome Züge brauchen keine Lokführer


Berlin, 31. August 2021. Der Streik der Lokführer rückt das Thema über selbstfahrende Züge ins öffentliche Interesse. Die Forschung über selbstfahrende Autos ist in vollem Gange. Wegen der willkürlichen Streiks der Lokführer wurde die Bundeskanzlerin aufgefordert, die Streiks zu verbieten. Begründet wird diese Forderung auch damit, dass die Folgen der Streiks klimafeindlich sind, weil der Individualverkehr durch den Ausfall des Schienenverkehrs wieder attraktiver wird.

Die Deutsche Bahn will trotz des massiven Fachkräftemangels zurzeit nicht in die Forschung zur Automatisierung zur autonomen Steuerung des Bahnverkehrs investieren. Die Verantwortlichen bei der Deutschen Bahn meinen, dass Lokführer zumindest in den nächsten Jahren noch benötigt werden.

Weltweit wird der autonome Bahnverkehr erforscht. Pilotprojekte beweisen, dass selbstfahrende Züge möglich sind. Auch in Deutschland gibt es autonome Züge, beispielsweise fahren in Nürnberg seit Jahren autonome U-Bahnen. Allerdings ist das viel komplexere Streckennetz der Deutschen Bahn eine Herausforderung an Politik und die Wissenschaft. Bei der Automatisierung des Bahnbetriebes sieht das Eisenbahnbundesamt Probleme hinsichtlich der Sicherheit und sperrt sich gegen Innovationen. Um die Klimaziele zu erreichen, wird die neue Bundesregierung das Eisenbahnbundesamt zum klimaneutralen Handeln verpflichten. Bahnfahren muss attraktiver sein als Individualverkehr. Verspätungen der Bahn wirken abschreckend, weil sie die Planungssicherheit gefährden. Verspätungen sind meistens menschliches Versagen.

Autor: Wilhelm Klumbies