Viele Unternehmer lebten von der Hand in den Mund

Jetzt fehlen die Rücklagen


Montag, 4. Mai 2020. Einige Wirtschaftsverbände erhöhen den Druck auf Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten. Sie verlangen, die Politik möge bei der nächsten Zusammenkunft Lockerungen der Einschränkungen beschließen.

Beispielsweise meinen die Betreiber von Hotels und Gaststätten, die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten hätten die Hoteliers und Gastwirte im Stich gelassen. Die Betreiber von Hotels und Gaststätten meinen offenbar, die Bürgerinnen und Bürger würden ohne Rücksicht auf ihre eigene Gesundheit scharenweise in die Hotels und Gaststätten strömen.

Damit ist nicht zu rechnen. In der relativ kurzen Zeit seit Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland ist das Zuhause bleiben den Deutschen zur Gewohnheit geworden. Wer sein sicheres Zuhause verlassen will oder muss, nimmt eine Maske als Mund- und Nasenschutz mit nach draußen. Das machen die Leute ja nicht nur, weil die Politiker das so beschlossen haben. Das ist der Selbsterhaltungstrieb der Menschheit. Wer infiziert ist, kann den Virus nicht mehr uneingeschränkt in der Umwelt verbreiten. Alle Menschen sind sicherer, wenn alle Menschen eine Maske tragen. Trotzdem steigt die Zahl der Infizierten und die Zahl der am Virus Verstorbenen. Durch die sinkende Zahl der Infizierten steigt die Sicherheit, dass jeder schwer Erkrankte im Krankenhaus behandelt werden kann.

Die Hoteliers und Gastwirte spekulieren offenbar darauf, dass die Menschen sich bewusst in Gefahr begeben werden. Es ist viel wahrscheinlicher, dass die Menschen sich so verhalten werden, wie anderswo in der Öffentlichkeit: Mit einem Mund- und Nasenschutz, Kontakte zu den Mitmenschen meiden und zwei Meter Abstand halten. Das läuft darauf hinaus, trübsinnig das Bier zu schlürfen. Da kommt überhaupt keine Freude auf.

Für die Hoteliers und Gastwirte wird es ein böses Erwachen geben, wenn den Leuten das eigene Leben wichtiger ist als den Unternehmern aus der Patsche zu helfen.

Die Menschen werden sich darauf einstellen müssen, dass das Corona-Virus das Leben noch lange beeinflussen wird. Ein Beispiel ist das HIV-Virus. Im Jahre 1983 wurde erstmals über das Virus berichtet. Auch heute infizieren sich Menschen mit dem Virus, wobei die Menschen eine Infektion mit dem HIV-Virus bewusst verhindern können. Aber das Corona-Virus kann kann sich überall dort verbreiten, wo mehrere Menschen sich aufhalten und atmen, allein durch die Luft, die alle Menschen zum Leben brauchen.

Das Leben der Menschen wird nicht mehr so sein wie es war.

Das Corona-Virus hat das Leben der Menschen stärker verändert als man meint. Ich denke daran, dass die Menschen früher in Zeiten der Not in die Kirchen strömten und Gott um Beistand baten. Und nun wurden Gottesdienste verboten, weil der Tod in den Gotteshäusern lauerte.

Kann Gott helfen? Auch das Corona-Virus ist wohl ein Geschöpf Gottes und hat sich in der ganzen Welt verbreitet. Aus der Bibel weiß man, dass die Ägypter im Altertum mit Plagen bestraft wurden, weil der Pharao das Volk Israel nicht aus der Gefangenschaft entlassen wollte.

Was macht die Menschheit weltweit heute falsch? Ein wichtiges Thema der heutigen Zeit ist der Klimaschutz. Die Politiker entwarfen Pläne, wie man im Laufe der kommenden Jahrzehnte das Weltklima verbessern könnte. Aber niemand wusste wirklich, wie man die Klimaziele erreichen kann. Es war ein Fuchteln mit der Stange im Nebel.

Hat Gott die Gebete der besorgten Menschen erhört und das Corona-Virus erschaffen? Plötzlich bleiben Flugzeuge am Boden und Autos in den Garagen. So lassen sich die Klimaziele erreichen. Aber die Bundesumweltministerin Svenja Schulze ist am unken, dass die Corona-Pandemie irgendwann zu Ende sein wird und dann alles wieder so sein wird wie es war. Nein, das glaube ich nicht.

Autor: Wilhelm Klumbies, D-41812 Erkelenz.