Aufklärungsflüge der Stadtverwaltung Mönchengladbach

Bürger werden behandelt wie Feine im Feindesland

Mönchengladbach, 29. August 2014. Ein Bescheid der Stadt Mönchengladbach vom 16. Februar 2009 wurde jetzt Gegenstand eines Rechtsstreits vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf.

Damals war der Verlauf der Trasse der L19 in Mönchengladbach am Dohrer Busch vorbei geplant. Zu der Planung gehörte auch, alle Gebäude zu beseitigen, die auf der Trasse der L19 lagen. Die Eigentümer der Gebäude erhielten Abbruchverfügungen der Stadt Mönchengladbach. Es gab Proteste gegen den Verlauf der L19, so dass der Plan zum Bau der L19 am Dohrer Busch aufgegeben wurde. Die Abbruchverfügungen wurden von der Stadt Mönchengladbach aber nicht zurückgenommen.

In dem Bescheid der Stadt Mönchengladbach vom 16. Februar 2009 wurden Luftbilder als Beweise angegeben. Diese Luftbilder wurden aufgenommen ohne Wissen der betroffenen Bürger. Geheim durchgeführte Flüge zur Aufnahme von Luftbildern von den Grundstücken der Bürger muten an wie militärische Aufklärungsflüge im Feindesland.

Autor: Wilhelm Klumbies, D-41065 Mönchengladbach