NEW Mönchengladbach scheute den Wettbewerb

Stromlieferung ohne Vertrag nach dem Tod der Vertragspartnerin

Mönchengladbach, 19. Januar 2019. Mit dem Tod enden alle Verträge und auch die damit verbundenen Einzugsermächtigungen. Die Hinterbliebenen sind dann frei in der Wahl ihres Stromlieferanten. Die NEW ignorierte den Tod der Vertragspartnerin und lieferte den Strom ohne Vertrag weiter.

Die Vertragspartnerin der NEW in Mönchengladbach war verstorben. Das wurde der NEW mitgeteilt. Wegen des erloschenen Vertrages war auch die der NEW erteilte Einzugsermächtigung erloschen. Trotzdem verwendete de NEW die Einzugsermächtigung eine Zeitlang weiter für die Abschlagszahlungen bis das Konto der verstorbenen Kundin erschöpft war.

Für die Fortsetzung der Energielieferung hätte die NEW den hinterbliebenen Bewohnern der Wohnung einen Vertrag anbieten müssen, denn die Hinterbliebenen waren frei in der Wahl des Energielieferanten. Die NEW scheute den Wettbewerb. Sie lieferte die Energie ohne Vertrag weiter. Die Verbrauchskosten hat eine ehemalige Bewohnerin der Wohnung nach der Schlussrechnung bezahlt, sie ist aber nicht bereit, die Kosten zu übernehmen, die der Hauseigentümer üblicherweise zu tragen hat.

Das Haus der verstorbenen Hauseigentümerin wurde zwangsversteigert, weil die Erben sich über die Verwendung des Erbes nicht einigen konnten. Das Amtsgericht Mönchengladbach hat die Zwangsversteigerung und den Termin öffentlich bekannt gegeben. Die NEW hätte die Hauseigentümer-Kosten beim Amtsgericht Mönchengladbach als Forderung anmelden müssen, damit die Forderung der NEW aus dem Versteigerungserlös an die NEW ausgezahlt wird. Das hat die NEW nicht gemacht. Aus gutem Grund: Ohne Vertrag hätte das Amtsgericht Mönchengladbach die Forderung der NEW vermutlich nicht anerkannt. Der Versteigerungserlös wurde an die sechs Erben ausgezahlt. Nun fordert die NEW die Hauseigentümer-Kosten von einer ehemaligen Bewohnerin der Wohnung und hat den Inkassodienst Tesch Inkasso Finance GmbH aus Krefeld eingeschaltet. Eigentlich hätte die NEW ein gerichtliches Mahnverfahren einleiten müssen. Aber ohne Vertrag ist ein gerichtliches Mahnverfahren aussichtslos. Die NEW versucht stattdessen eine ehemalige Bewohnerin der Wohnung mit Hilfe des Inkassodienstes zu überrumpeln.

Die NEW wirbt damit, dass sie ein kommunaler Energielieferant sei. Die Verbraucher sollten sich bei der Wahl ihres Energielieferanten nicht vom Lokalpatriotismus leiten lassen. Die NEW hat einen kostspieligen Verwaltungsapparat, der aber offenbar nicht richtig funktioniert.

In den Medien bewerben Vergleichsportale ihre Dienste. Ein Vergleich mit anderen überregionalen Energielieferanten kann sich lohnen. Bei den Vergleichsportalen werden angefragt die Postleitzahl, der Wohnort und die Anzahl der Bewohner der Wohnung. Dabei erfährt man auch etwas über die Tarife und wieviel man jährlich sparen kann.

Autor: Wilhelm Klumbies, D-41812 Erkelenz